2008 revised
31.12.2008, 11:07 Uhr
Zugenommen oder abgenommen? Abgenommen, auch wenn mein Gewicht gegen Ende des Jahres wieder eine leichte Tendenz nach oben genommen hat. Ist ja schließlich Weihnachten und Winter.
Haare länger oder kürzer? Gleiche Länge.
Kurzsichtiger oder weitsichtiger? Müsste eigentlich auch gleich geblieben sein. War lange nicht mehr beim Augenarzt.
Mehr Kohle oder weniger? Weniger.
Mehr ausgegeben oder weniger? Mehr.
Der hirnrissigste Plan? In London Fahrrad fahren zu wollen. Irgendwie hänge ich doch an meinem Leben, habe ich gemerkt.
Die gefährlichste Unternehmung? Objektiv gesehen: Ohne Job nach London zu gehen und mal zu gucken, was passiert. Komischerweise fanden nur die anderen diese Entscheidung "mutig"; ich dagegen dachte: Och, das schaffst du schon - und das, obwohl meistens eher ich der Angsthase bin.
Mehr Sport oder weniger? Im Alltag bewege ich mich durch das Fahrrad fahren inzwischen mehr; wenn es um Sport im eigentlichen Sinne geht, dann leider eher weniger.
Die teuerste Anschaffung? Ein Rock. War glaub ich teurer als die beiden Wellensittiche mit Grundausstattung.
Das leckerste Essen? Ich bin ja ein großer Fan von Pret à manger. Die haben super-leckeres Essen, vor allem klasse Schokokuchen. Wann kommen die eigentlich nach Deutschland?
Das beeindruckendste Buch? Hat mich lange beschäftigt und kann stundenlange, hitzige Diskussionen auslösen: Girl with a One-track Mind von Abby Lee.
Das enttäuschendste Buch? Paul Roberts: The End of Food. Prinzipiell ein sehr interessantes Thema, aber streckenweise unheimlich naturwissenschaftlich.
Der ergreifendste Film? Arm und alt - Wenn die Rente nicht reicht. Für einen der portraitierten Rentner war der einzige Luxus ein Rätselheft am Wochenende und eine Monatskarte für den öffentlichen Nahverkehr. Ein trauriger Film, der Angst vor dem Alter macht.
Die beste CD? Madame Modeste könnte es nicht besser sagen. (Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich mir dieses Jahr nicht eine einzige CD gekauft habe.)
Die meiste Zeit verbracht mit…? Lesen.
Die schönste Zeit verbracht mit… ? Freunden.
Vorherrschendes Gefühl 2008? Auszeit, Ausprobieren, Übergang. Gegen Ende des Jahres dann Zweifel, Unsicherheit und große Fragen. Wie will ich leben? Wie will ich arbeiten? Wieviel Geld will ich verdienen? Was kann ich überhaupt? Hätte ich nicht doch etwas anderes studieren sollen? Will ich nicht überhaupt eigentlich etwas ganz anderes machen? Bis heute habe ich noch keine Antworten auf diese Fragen gefunden.
2008 zum ersten Mal getan? Haustiere gekauft. Angefangen, selbst zu kochen und zu backen. Sehr schön.
2008 nach langer Zeit wieder getan? Fahrrad fahren. Früher, als ich noch auf dem Land lebte, bin ich ständig Rad gefahren. Wie hätte ich mich auch anders fortbewegen sollen, schließlich fuhr mittags um zwei Uhr der einzige Bus am Tag. In einer Stadt wollte ich dagegen nicht Rad fahren: Zu viele Autos, zu viel Gestank, zu anstrengend. Jetzt muss ich aber sagen: Och, ist doch eigentlich ganz ok in Berlin. Man ist unabhängig und wenn man sich den Weinbergsweg runterrollen lässt, macht es sogar richtig Spaß.
3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen? Eine Woche mit einem Alkoholiker zusammenzuleben, im Call-Center zu arbeiten und ein schuhkartongroßes Zimmer.
Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte? Dass es für mich richtig, wichtig und gut war, auf eigene Faust nach London zu gehen - trotz des Risikos.
Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe? Selbstgebackene Kekse.
Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat? Ein selbstgebastelter Kalender, Geduld, Aufmerksamkeit und Anteilnahme.
Der folgenreichste Satz, den jemand zu mir gesagt hat? Ich freue mich, dass Du kommst.
Der folgenreichste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe? Ich möchte gerne zurückkommen.
2008 war mit 1 Wort…? Abenteuer.
Vorsätze für 2009? Wieder tanzen gehen. Regelmäßiger Sport machen.
Im Internet abgeguckt bei Anke, Franziskript, Madame Modeste, Pia und der Vorspeisenplatte.
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99 Wahrheiten
03.04.2008, 00:24 Uhr
Bei Herrn Bandini (hier und hier), Frau Neuro (hier und hier), der Spreepiratin und Dave abgeguckt.
1. Ich löse gerne Sudokus und
2. kann es nur schwer ertragen, ein Rätsel einmal nicht lösen zu können.
3. Ich liebe Bücher über alles und
4. kaufe weitaus mehr Bücher, als ich jemals werde lesen können.
5. Meist lese ich jedes Buch, das ich angefangen habe, auch zu Ende.
6. Bisher habe ich höchstens fünf Bücher nicht zu Ende gelesen. Eines dieser Bücher war Günter Grass' "Die Blechtrommel". Ich bin über die ersten zwanzig Seiten nicht hinausgekommen.
7. Wenn ich einsam bin oder mich entspannen möchte, gehe ich in eine Buchhandlung oder einen Zeitschriftenladen.
8. In anderen Wohnungen schaue ich mir immer ausgiebig die Bücherregale an.
9. Ich wünschte, ich würde mehr von Musik und Filmen verstehen.
10. Leider wahr: Als Kind fand ich Nicky und David Hasselhoff gut.
11. Prägten meine Kindheit: "Knight Rider" und "Baywatch".
12. Ich war auch ein Fan von Steffi Graf und
13. habe mal eine Weile Tennis gespielt.
14. Als Kind habe ich einmal einen sehr schweren Unfall miterlebt, ein paar Jahre später hätte ich beinahe einmal einen verursacht. Mir ist beide Male nichts passiert.
15. Ich habe noch nicht einmal in meinem Leben geraucht. Ich habe nur einmal an einem Zigarillo gezogen.
16. Ich kann mir nicht vorstellen, einmal mit einem Raucher zusammenzusein.
17. Ich habe erst mit etwa Mitte Zwanzig angefangen, Alkohol zu trinken.
18. Heute trinke ich zwar gerne, aber immer noch selten Alkohol.
19. Lieblingscocktail: Mojito. In meiner Lieblingsbar fehlt aber meist die Minze oder irgendwas anderes.
20. Eigentlich ist es überflüssig zu sagen, dass ich auch noch nie illegale Drogen genommen habe.
21. Ich habe früher mit großer Leidenschaft Postkarten gesammelt.
22. Ich würde niemals ins Bett gehen, ohne mir vorher die Zähne zu putzen.
23. Autos und Fußball finde ich total uninteressant.
24. Ich bin zwar keine Vegetarierin, esse aber doch sehr selten Fleisch.
25. Als ich einmal in der Ukraine war, habe ich etwas gegessen, obwohl ich nicht erkennen konnte, was es war. Ich habe es trotzdem gegessen, weil es mir unhöflich erschien, es abzulehnen.
26. Für Hobbyastrologen: Sternzeichen Zwilling, Aszendent Jungfrau.
27. Das ist eine höllische Kombination.
28. Für die China-Freunde unter uns: Pferd (Erd-Pferd, um genau zu sein).
29. Obwohl ich nicht mein Leben von Horoskopen oder ähnlichem abhängig mache, finde ich, dass die Persönlichkeit des typischen Pferdes bzw. Zwillings mir sehr entspricht.
30. Da bestimmte Zahlenkombinationen in meinem Leben häufiger vorkamen, sollte ich meiner Meinung nach Vorsitzende der Illuminaten sein. Das ist eine Macke von mir.
31. Ich habe erst mit Ende Zwanzig ein Faible für Klamotten, Handtaschen, Schuhe und Schmuck entwickelt. Im Vergleich zu anderen bin ich aber trotzdem noch sehr zurückhaltend.
32. Wenn ich heute noch die Klamotten tragen würde, die ich mit achtzehn Jahren getragen habe, würde ich aussehen wie ... ich darf gar nicht daran denken.
33. Mein schlimmster modischer Fehlgriff in meiner Jugend war ein geriffelter Badeanzug in Neon-Pink mit sehr hohem Beinausschnitt.
34. Ich war noch nie Mitglied in einem Fitnesscenter und kann mir auch nicht vorstellen, jemals eins zu betreten.
35. Kommt mir nicht ins Haus: Tischsets und überdimensionale technische Geräte.
36. Ich muss nicht die neusten technischen Geräte besitzen. Ich habe keinen Ipod, keinen DVD-Player und keine Videogames. Wir hatten früher auch keinen Videorecorder.
37. Ich hatte als Kind zwar einen Walkman, habe ihn jedoch nie benutzt.
38. Auch heute höre ich nur selten Musik, wenn ich unterwegs bin.
39. Okay, ich hatte früher aber einen Gameboy und habe auch sehr gerne Tetris gespielt.
40. Apropos technische Geräte: Ausschlaggebendes Kriterium für eine Kaufentscheidung ist für mich das Design, nicht die Funktionen.
41. Mir fällt es leicht, eine neue Sprache zu lernen. Gerade aktuell: Chinesisch.
42. Ich habe bisher fünf Fremdsprachen gelernt.
43. Am wenigsten weiß ich noch von Italienisch.
44. Mein Lieblingswort auf Französisch ist "chouette" ("super"). Ich hätte am liebsten mein Blog so genannt, aber der Name war bereits vergeben.
45. Auch ich lerne Vokabeln mit Vokabelkärtchen. Ich versuche immer, so lange wie möglich ohne sie auszukommen, merke aber dann, dass es nicht geht.
46. In Mathematik und Naturwissenschaften war ich früher eher schlecht.
47. Wenn es um Haushalts- oder Technikfragen geht, bin ich eine absolute Null.
48. Ich würde gerne kochen können - also ohne ständig ins Kochbuch gucken zu müssen.
49. Obwohl ich eine große Skepsis gegenüber Homöopathie und jeglicher Form von Bio-Fetischismus hege, ernähre ich mich inzwischen sehr gesund.
50. Mit etwa sechs Jahren habe ich mir nichts sehnlicher als eine Brille gewünscht, weil das so schön erwachsen aussah. Ich habe deshalb immer mit einer Sonnenbrille auf der Nase gelesen. Als ich dann später tatsächlich eine Brille bekam, habe ich geweint.
51. Eine Weile habe ich Kontaktlinsen getragen, die mir meiner Meinung nach besser stehen als eine Brille. Inzwischen trage ich wieder eine Brille.
52. Für die Kontaktlinsen-Insider: erst weiche, dann harte.
53. Ich besitze den Segelschein für Binnengewässer und
54. habe als Jugendliche mein Taschengeld mit Segelunterricht aufgebessert.
55. Könnte ich auch noch heute im Schlaf knoten: den Palstek.
56. Ich bin das letzte Mal in meiner Führerscheinprüfung Auto gefahren.
57. Ich kaufe immer die gleichen Socken: Schwarz, von H&M.
58. Mützen stehen mir überhaupt nicht.
59. Ich habe keine Angst vor Spinnen, fürchte mich aber sehr vor Mäusen, Ratten und Kröten.
60. Als Kind gab es bei uns zu Hause niemals Cola, Fanta oder Sprite. Früher fand ich das doof, heute bin ich dafür sehr dankbar. Auch heute trinke ich kaum solche Getränke.
61. Ich habe erst spät Sushi entdeckt. Heute esse ich es in schöner Regelmäßigkeit einmal pro Woche.
62. Ich bin nicht getauft worden. Ich solle später selbst über meinen Glauben entscheiden, hieß es damals. Für diese liberale Haltung bin ich sehr dankbar.
63. Ich wurde dennoch im protestantischen Sinne erzogen.
64. Als Kind bin ich aus eigenem Antrieb eine Weile beim CVJM gewesen. Ich ging dort allerdings nur wegen der anderen Kinder und der Unternehmungen hin, die dort angeboten wurden. Die Lieder, die dort jedes Mal gesungen wurden, fand ich unfassbar traurig. Meist handelten sie vom Sterben.
65. Heute muss ich zugeben, dass ich manchmal gläubige Menschen beneide. Irgendwie scheint ihnen ihre Religion Halt zu geben.
66. Ich habe als Kind meist mit einem Jungen gespielt.
67. Das schlimmste Wort, das er mir im Streit jemals an den Kopf warf, war "Zimtzicke". Im Vergleich zu den heutigen Schimpfwörtern erscheint es fast zärtlich.
68. Meine Leistungskurse waren Deutsch und Französisch. Noch heute sollte mein Traumberuf mit Texten und Sprachen zu tun haben.
69. Ich komme vom Land.
70. Ich kann es mir aber inzwischen nicht mehr vorstellen, in einer Stadt unter einer Million Einwohnern zu leben. Auch wenn ich das ganze kulturelle Angebot nie nutzen kann, ist es trotzdem ein gutes Gefühl, dass ich es könnte. Außerdem sind die Buch- und Zeitschriftenläden in Großstädten besser.
71. Ich würde niemals an einen Urlaubsort fahren, um "die Natur zu genießen". Der Grund:
72. Ich langweile mich schnell.
73. Ich habe früher wie meine Oma Artikel aus Zeitungen und Zeitschriften ausgeschnitten und aufgehoben. Ich kam mir dabei unglaublich erwachsen vor.
74. Ich hatte noch nie ein eigenes Haustier. Bis ich zwei Jahre alt war, hatten wir zwei Katzen. Die sind dann aber bald von einem Auto überfahren worden.
75. Heute würde ich mich wahrscheinlich auch für eine Katze entscheiden. Hunde riechen immer so komisch, wenn sie nass sind.
76. Ohne mich würde Pret à manger Pleite gehen. Warum gibt's die eigentlich nicht in Deutschland?
77. Ich trinke lieber Kaffee als Tee.
78. Von Earl Grey bekomme ich Bauchschmerzen.
79. Ich schlafe meist tief und fest.
80. Ich gehe gerne alleine spazieren.
81. Als ich zwanzig war, gehörte ich in meinem Freundeskreis zu den ersten, die eine E-Mail-Adresse besaßen.
82. Ich habe keine Ohrlöcher, keine Piercings und keine Tattoos und werde sie auch nie haben.
83. Meine Kosmetikprodukte kaufe ich fast ausschließlich von Nivea.
84. Ich kann nicht singen.
85. Nach einiger Überwindung schmeiße ich gerne Dinge weg. Das ist ein sehr befreiendes Gefühl.
86. Bücher werfe ich nur dann weg, wenn alles andere (verkaufen,verschenken) nicht geklappt hat.
87. Stimmt die Musik, tanze ich sehr gerne.
88. Ich esse gerne Schokolade.
89. Ich würde gerne Klavier spielen können.
90. Ich hatte schon schräge Lehrer. Der eine sagte einmal zu uns: "Sterben müsst ihr, sonst nichts."
91. Ich habe noch nie Doc-Martens oder Buffalos getragen.
92. In diesem Frühling werde ich mir jedoch endlich Ballerinas kaufen.
93. Berufswünsche als Kind, die ich lange ernsthaft verfolgte: Hotelfachfrau, Augenärztin, Journalistin.
94. Ich interessiere mich überhaupt nicht für den Wetterbericht.
95. Wenn früher "Aktenzeichen XY ... ungelöst" im Fernsehen kam, habe ich mich danach immer sehr gegruselt, alleine durch das große, dunkle Esszimmer zu gehen.
96. Ich habe bereits einen Baum gepflanzt. Mit zwölf eine Kastanie in die Erde gesteckt – inzwischen hat der Baum schon eine stattliche Größe erreicht.
97. In meiner Jugend habe ich mir mehrmals von Astrid Lindgren "Wir Kinder von Bullerbü" in unserer Schulbibliothek ausgeliehen. Ich fand die Gemeinschaft unter den Kindern einfach toll (barfuß laufen im Sommer, abends durch die Bäume ins Nahbarhaus morsen etc.).
98. Ich war noch niemals in New York und erst recht noch niemals auf Hawaii.
99. Ich lese gerne Listen.
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Gezwitscher in kathrins corner
11.03.2008, 20:11 Uhr
Deshalb gibt es hier seit kurzem auch meine neuesten Twitter-Updates zu lesen.
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Kleine Geschenke
26.02.2008, 15:06 Uhr
Neulich hat Stefan Niggemeier ein Favicon für sein Blog geschenkt bekommen , und ich kommentiere einfach so frech und nichtsahnend: "Cooles Gerät, ich will auch so was!"
Gestern machte ich dann nach einigen Tagen wieder meinen Postkasten auf, und was sehe ich da? Ich habe auch ein Favicon geschenkt bekommen! Gebastelt hat es Eric Schmitt . Noch einmal ein ganz herzliches Danke aus dem Corner.
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London calling, jetzt aber richtig
04.01.2008, 18:17 Uhr
Ist schon 2008? kathrins corner wünscht allen Lesern ein frohes neues Jahr. Mit dem Jahreswechsel ist auch das corner umgezogen: Seit dem 2. Januar wird dieses Weblog aus London geschrieben; mir war mal nach einem Tapetenwechsel. Später mehr; ich muss erst einmal mein neues Leben organisieren.
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Keine Fingerabdrücke aus dem Corner
10.11.2007, 09:08 Uhr
Gestern meinen neuen Reisepass abgeholt. Ich hatte ihn zwar auch deshalb noch vor dem 1. November beantragt, um ihn nicht in letzter Minute vor meiner nächsten Reise abholen zu müssen. Doch ein entscheidender Grund für den Zeitpunkt meines rechtzeitigen Antrags war auch, dass ich meine Fingerabdrücke noch für einige Jahre der Speicherung durch eine Behörde entziehen wollte. Das biometrisch-korrekte, digitale Foto ist schon schlimm genug - und sieht auch dementsprechend aus.
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Selten so verstanden gefühlt
12.10.2007, 15:12 Uhr
Das bin ich:
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Über das Sterben II
03.10.2007, 10:54 Uhr
Mir ist völlig unklar, wie es zu folgender Prognose kommt. Abgesehen von der ersten hört sich auch alles nicht gut an.
| How will I die? Your Result: You will die while having sex. Your last moments in this life will be enjoyable indeed...hopefully. Do not fear sex. Try not to become celibate as a way of escaping death. You cannot run from destiny. | |
| You will die in a car accident. | |
| You will die of boredom. | |
| You will die in a nuclear holocaust. | |
| You will die from a terminal illness. | |
| You will die in your sleep. | |
| You will be murdered. | |
| You will die while saving someone's life. | |
| How will I die? Create a Quiz | |
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Ein Freund, ein guter Freund
24.03.2007, 00:57 Uhr
Es ist bereits einige Male vorgekommen, dass mich Leute gefragt haben: "Hey, Kathrin, warum hängt eigentlich ein Plan der Londoner U-Bahn in deinem Zimmer?" Nun, die Sache ist leicht zu erklären: Manchmal kommt es vor, dass ich nachts aufwache und mich frage: Wie kommt man eigentlich am einfachsten von Elephant & Castle zur Pudding Mill Lane? Beruhigend, wenn man dann schnell nachsehen kann.
Für alles andere, das heißt für alle weiteren schwierigen Fragen des Lebens, ist es natürlich schön, einen guten Freund zu haben, dem man alles erzählen und den man alles fragen kann. Heute zum Beispiel, da wollte ich wissen: Was heißt eigentlich der Satz "Danke sehr, ich habe mein eigenes Spritzbesteck" auf Nepalesisch? Und siehe da, auch bei dieser Frage konnte er mir helfen.
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Nudelsoße, diesmal Bio
18.04.2006, 19:45 Uhr
Ich hatte mich lange geweigert, aber neulich beugte ich mich dem Druck meiner Freundinnen G., M. und I. und ging in einen Bioladen. Für mich war das eine Premiere: Nur in meiner Kindheit war ich manchmal mit meiner Oma in ein Reformhaus gegangen, wo sie sich Kieselerde und Bierhefetabletten gekauft hatte. Aber das war schon eine Weile her.
Noch immer verkörpern für mich Bioläden das Image von selbstgestrickten Wollpullovern, Jesuslatschen und selbstgeschrotetem Dinkel. Geht es nach meiner Vorstellung, kaufen dort nur Vertreter der penetrant-alternativen „Du, da können wir gerne drüber reden“-Fraktion ein, deren Männer Palästinensertücher tragen und deren Frauen sich nicht die Beine rasieren.
Ich schob mich also an den Holzregalen in dem Laden an der Schönhauser Allee vorbei, vorbei an Frauen, die unheimlich praktisch gekleidet waren. Hatten sie ein Kind, trugen sie es meist im Wickeltuch, hatten sie keins, trugen sie zumindest flache Schuhe. Den gelblich-grünen Tofu-Aufschnitt legte ich schnell wieder ins Regal, und zwischen Amaranth, Quinoa und Kamut überlegte ich, ob Nacktgerste etwas Unanständiges war. Bei den Schokoriegeln angekommen stellte ich mir vor, wie wohl ein Schokoriegel schmeckt, der „Rapunzel“ heißt. Das wollte ich mir lieber nicht vorstellen. Ich verließ schnell den Laden, in dem mir auch der leicht säuerliche Geruch etwas zu viel geworden war. Nur den Yogi-Tee, der wirklich lecker ist, nahm ich mit. Ich kaufte die Teebeutel und nicht die losen Teeblätter, das versteht sich von selbst.
Ein paar Tage später war ich bei R*ssm*nn. Die Bio-Produkte dort und auch die bei Pl*s habe ich trotz meiner Bio-Aversion schon oft gekauft. Vor allem die Honigwaffeln von R*ssm*nn sind wirklich klasse. Bei ihnen explodiert fast der Gaumen vor Süße, und auch eine bestimmte Sorte Schokoriegel kaufe ich dort inzwischen regelmäßig. „Gib Bioprodukten eine Chance“, dachte ich mir und schleppte zwei Gläser mit Bio-Nudelsoße an die Kasse. Zu Hause angekommen dann gleich Nudeln gekocht und Soße warm gemacht. Mit Verlaub: Die Soße schmeckte wie dreimal kompostiert.
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