kathrins corner

Auf der Suche nach Ortsgesprächen

30.01.2007, 13:53 Uhr

Im vergangenen Jahr hat der Berliner Autor und Journalist Florian Illies sein jüngstes Buch, "Ortsgespräch", veröffentlicht. Darin beschreibt er das Leben in seinem hessischen Heimatort Schlitz und erzählt von all den kleinen Absonderlichkeiten, die sich in der Provinz ereignen können. Illies schreibt über seine Tante Do im Schwarzen Grund 17, erzählt, wie er als Junge euterwarme Milch vom Bauernhof abholte, und berichtet, dass schon mal die Polizei an der Tür klingelt, wenn der Bruder lange Haare trägt und von den ängstlichen Damen im Dorf nicht mehr erkannt wird.

Mit dem Osthessischen kenne ich mich zwar nicht aus, wohl aber mit dem Nordwestniedersächsischen. Auch ich wuchs irgendwo in der Provinz auf, in einem Dorf mit unzähligen Kühen, Pferden und Hühnern. In Niedersachsen sollen mehr Schweine als Menschen leben, konnte man kürzlich lesen - ich würde es ungeprüft bestätigen. Die Dörfer heißen dort Specken I und II, Ofen, Wehnen, Rostrup und Edewecht, und dass der deutsche Astronaut Thomas Reiter aus dem Nachbardorf Rastede kommt, macht die Sache auch nur unwesentlich glamouröser.

Aber welche kleinen Geschichten kommen aus der Provinz, was erzählt man sich, was macht das Besondere an Dörfern aus, die irgendwo zwischen riesigen Feldern liegen? Kathrins corner will versuchen, darauf Antworten zu geben.

Kommentare (1)


(Katjusha, 19.03.2007, 10:53 Uhr #)
spannend! das trifft sich ja gut, denn, so weit ich weiss, befasst sich das derzeit entstehende germanistikmagazin denkbilder mit dem thema provinz. vielleicht könnt ihr da was gemeinsam machen ... (wende dich an denkbilder at access dot unizh dot ch) die schweizer hauptstadt ist ja eigentlich ein provinzkaff. dort gibts das ehemalige ...

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