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Gegen "durchgeknalltes Gesindel"

01.12.2007, 12:37 Uhr

"Wir stehen zu unserer Darstellung. Wir werden unsere Berichterstattung nicht weichspülen - so wenig wie bei Hasspredigern, Nazis oder sonstigem durchgeknallten Gesindel."

So reagierte die "Bild"-Zeitung auf eine öffentlich ausgesprochene Rüge des Presserats, die sich auf einen Bericht der Zeitung vom 19. Mai 2007 bezog. (Quelle: Süddeutsche Zeitung, 30.11.2007)

Die "Bild" hatte an dem Tag unter der Schlagzeile "Warum lassen wir uns von so einem terrorisieren?" einen Bericht über den Deutsch-Libanesen Khaled el-Masri veröffentlicht. Dieser wurde 2004 von der CIA nach Afghanistan verschleppt, dort monatelang festgehalten und vermutlich auch misshandelt.

Die "Bild" hatte el-Masri in dem Bericht als "durchgeknallten Schläger", "Querulanten" und "irren Deutsch-Libanesen" bezeichnet. "Monatelang terrorisierte der Islamist als angebliches CIA-Folteropfer die Bundesregierung, Parlament und Öffentlichkeit!", schrieb die "Bild". Derzeit, so die Zeitung im Mai, warte man auf "sein Gutachten, ob er schuldfähig ist - oder einfach nur irre". Mehr dazu hier und hier .

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