Katie Price als Vorbild
01.08.2007, 14:02 Uhr
Das britische Promi- und "Real Life"-Magazin "Closer" berichtet in seiner neuesten Ausgabe ueber eine Mutter, deren 11-jaehrige Tochter Sasha wie das Busen-Model Jordan (i.e. Katie Price) sein moechte. Sasha trug dem Magazin zufolge bereits mit fuenf Jahren Make-up und verlaesst inzwischen kaum noch ungeschminkt das Haus. Zu ihrer Ausstattung gehoeren Hot Pants, Tops, Miniroecke und Playboy-Bettwaesche. Inklusive Manikuere und Braeunungssessions investiert die 30-jaehrige Mutter umgerechnet etwa 450 Euro pro Monat in ihre blondierte Tochter.
Mutter Jayne hat vor ein paar Jahren selbst ein paar Nacktaufnahmen von sich machen lassen. Sie sei aber "enttaeuscht" darueber, dass sie mit ihnen bislang keinen Erfolg gehabt hat. Jayne sagt ueber die Traeume ihrer Tochter:
"Es gibt nichts Schlechtes ueber Jordan zu sagen. Sie ist ein gutes Vorbild, und wenn Sasha entscheiden sollte, dass sie eine Brust-OP will und ein Glamour-Model wie sie (Price) sein moechte, dann ist das ok. Das Aeussere ist viel wichtiger als das Innere. Ob du dich mit jemandem unterhalten willst, entscheidest du aufgrund des Aeusseren."
"Ich nehme sie nur dann fuer einen Tag aus der Schule, wenn es ein wichtiger Termin fuer ihre Karriere ist, ein Foto-Shooting, zum Beispiel."
Die 11-jaehrige Tochter, die ihre erste, zweimonatige Beziehung gerade beendet hat, sagt:
"Ich wuerde niemals einen haesslichen Freund haben wollen - auch wenn er noch so nett ist. Ich wuerde auch nicht mit haesslichen Maedchen herumhaengen. Ich achte auch auf mein Gewicht, weil ich es hassen wuerde, fett zu sein."
In: Closer (4.-10. August 2007)
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Kommentare (2)
diese schönheit ist nicht schön
(Katja B. , 03.08.2007, 16:50 Uhr #)
das erinnert mich an den absurden kindermodel-wettbewerb im film little miss sunshine. furchtbaaaaaar, diese menschen. aber leider nimmt dieser "schöhneitsfaschismus" (zitat marilyn manson) immer mehr überhand. ich würde sagen, er besteht darin: saubere haut, ev. solariumgebräunt, dünndünndünn, blondiertes haar ...
«Aber was ist das Äussere am Menschen?» Goethe
(Katja B. , 03.08.2007, 17:45 Uhr #)
Apropos «das Äusser ist viel wichtiger als das Innere»: Gerade lese ich Goethe, der sich über Lavaters Physiognomische Fragmente äussert: «Aber was ist das Äussere am Menschen? Wahrlich nicht seine nackte Gestalt, (...)! Stand, Gewohnheit, Besitzthümer, Kleider, alles modificirt, alles verhüllt ihn. Durch all diese Hüllen bis auf sein Innerstes zu dringen (...), scheint äusserst schwer (...), zu sein. (...) So lassen Kleider und Hausrath eines Mannes sicher auf dessen Character schliessen. Die Natur bildet den Menschen, er bildet sich um, und diese Umbildung ist doch wieder natürlich (...).» So gesehen ist die Hülle wichtig, die Kleidung, es geht also nicht um Natürlichkeit ... aber noch spannnender ist es, das Innere zu entdecken. Back to Goethe, to the Past, sag ich da!
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